17.06.2026: Vortrag und Diskussion
„University in Exile“ – (Sozial-) Wissenschaft auf der Flucht
17. Juni 2026 | 18:00 – 19:30 Uhr
Verwaltung Karl-Marx-Haus Trier
Der Schriftsteller Stefan Zweig (1881-1942) beschrieb den Verlust einer alten Welt in seinem Buch „Die Welt von gestern”. Im Vorwort spricht er von „vulkanischen Erschütterungen" durch das Exil. Stets ging es um existentielle Fragen.
Der Vortrag beschreibt „Exil"-Erfahrungen nicht aus der Perspektive der Literatur. Aber diese ist hilfreich, um sich ein Bild von den Verwerfungen und Herausforderungen zu machen, die mit „Wissenschaft im Exil", vor allem während der Zeit zwischen 1933 und 1945, einhergingen – hier mit einer Schwerpunktsetzung in der Soziologie.
„University in Exile“ steht nicht nur für die konkrete Chance, an einer Institution gleichen Namens in den USA als Emigrant eine Wirkungsstätte zu finden, sondern vor allem für die Erfahrungen und Aneignungen einer Wissenschaftskultur, die nicht den bisherigen akademischen Werdegang bestimmte. Zur Exil-Erfahrung gehört zudem das Schwanken zwischen Bleiben und Gehen. So wirkte sich die Rückkehr an die Wirkungsstätte der Vergangenheit auch als Kompass für die Zukunft einer Disziplin aus. Das wird am Wiederaufbau der Soziologie nach 1945 gezeigt.
Programm:
18:00 Uhr Begrüßung durch Jürgen Schmidt, Karl-Marx-Haus
18:10 Uhr Michael Jäckel: „University in Exile“ – (Sozial-) Wissenschaft auf der Flucht
19:00 Uhr Diskussion und Gespräch mit Gerrit Fröhlich und dem Publikum
Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung bis zum 16. Juni 2026 gebeten. Anmeldungen unter https://www.fes.de/lnk/exil